Monat: Mai 2013

Frische Luft tut gut

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Die Tomaten sind erst wenige Tage im Gewächshaus und schon sieht man einen deutlichen Wachstumsschub. Die Blätter werden kräftiger und satt dunkelgrün.

Morgens öffnen wir die Gewächshaustüre und die Dachfenster, damit es nicht zu einem Feuchte- und Hitzestau kommt. Abends schließen wir in Abhängigkeit von den vorhergesagten Temperaturen wieder ganz oder teilweise.

Noch sind die Pflanzen klein und brauchen nicht viel Wasser. Also gießen wir bei Bedarf, wenn die Erde trocken ist, am besten mit abgestandenem Wasser. Bei der derzeitigen kühlen Witterung sind das etwa 20 Liter alle 2-3 Tage für 24 Pflanzen.

Vorschau auf demnächst anstehende Arbeiten:

Wenn die Tomaten größer werden, müssen sie an die Pflanzstäbe angebunden werden. Am besten eignet sich eine einfache Gartenschnur, die es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt. Paketschnur aus Hanf erfüllt den Zweck ebenso.

Zum Arbeiten an den Pflanzen sind Einmal-Handschuhe sehr empfehlenswert, damit sich die Haut an den Fingern nicht verfärbt.

Einkaufsliste:

Gartenschnur

Einmal-Handschuhe

Düngung

Grundsätzlich verträgt es die Tomate mehrere Jahre am selben Standort angepflanzt zu werden, aber wie bei jeder Monokultur muß man die Nährstoffe zuführen, die die Pflanze verbraucht. Wir geben alle 3-4 Jahre ins Pflanzloch einen Eßlöffel Hornspäne als Langzeitdünger. Das reicht. 

Man kann Nährstoffe zuführen, indem man mit Beinwellblättern mulcht oder mit verdünnter Brennnessel- oder Beinwelljauche gießt. Man kann etwa zwei mal während des gesamten Sommers eine Handvoll reifen Kompost um die Pflanze streuen und angießen. Wer keinen Kompost hat, kann auch gute Pflanzenerde aus dem Gartencenter verwenden, da diese bereits für mehrere Wochen vorgedüngt ist. Wenn sich die Pflanzen gut entwickeln, sind außer regelmäßigen Wassergaben keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Es sind mit Sicherheit schon mehr Tomaten an Überdüngung eingegangen als an Nährstoffmangel! Bei zuviel Stickstoff im Boden, bekommt man einen Urwald an Blättern, aber wenig Früchte.

Bepflanzung des Gewächshauses

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Es ist sinnvoll eine Skizze zu zeichnen, wie man das Gewächshaus bepflanzen will.

Die Pflanzen sollten mindestens 40cm voneinander entfernt sein, damit sie sich gut entwickeln können. Die Sorten bekommen je nach Wachstum einen Platz in der hohen Mitte oder an der niedrigeren Wand. Damit auch noch ausreichend Platz zum Arbeiten und Ernten bleibt, lassen wir zwei Gassen frei.

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Wir suchen die schönsten Exemplare aus und legen sie bereit. So kann sie der Wind schon nicht umwerfen.

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Wie man sieht, ist der Ballen bereits gut durchwurzelt.

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Wir heben ein Pflanzloch aus, das etwas tiefer ist als der Becher, stecken einen Pflanzstab hinein und setzen die Tomate daneben.

Da die meisten Tomatensorten um die 2 Meter hoch werden können, müssen sie gestützt werden. Wir verwenden die kunststoffbeschichteten Metallstäbe von Peacock. Sie sind langlebig und lassen sich gut säubern, da man sich sonst evtl. aufgetretene Krankheiten ins nächste Jahr mitnimmt.

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Wir füllen mit der Erde auf und drücken sie leicht an.

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Wenn wir mit dem Pflanzen fertig sind, gießen wir den Boden (nicht die Pflanzen!) etwas an.

Ab ins Beet

Die Eisheiligen sind überstanden und die Pflanzen können ins Freiland gesetzt werden. Für den Balkon oder die Terrasse eignen sich große Pflanzkübel oder eine Erdsackkultur.

Ein Gewächshaus kann auch schon vor den Eisheiligen bepflanzt werden. Falls der Wetterbericht doch noch Nachtfröste ankündigt, kann man mit einem kleinen Ofen oder mit ein paar Grablichtern die Katastrophe verhindern.

Wir haben in den letzten Jahren auch schon mal am 15. April das Gewächshaus bepflanzt. Einen Monat früher pflanzen, heißt aber nicht automatisch einen Monat früher ernten. Das Wachstum der Pflanzen und der Früchte hängt von Wärme und Sonne ab.  

Für eine Kultur im Freiland sollte man aber die Eisheiligen abwarten. Wer schon einmal erfrorene Tomatenpflanzen gesehen hat, weiß warum.

Umtopfen

Tag 46 Umtopfen

Damit die Pflanzen ausreichend Platz für das Wurzelwachstum haben, topfen wir sie in größere Becher um.

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Wie schon beim Pikieren, drücken wir den Becher vorsichtig, damit der gesamte Erdballen herausrutscht. Man sieht deutlich, wie die Tomatenpflanze bereits den gesamten Becher durchwurzelt hat.

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Wir geben die Pflanze in den leeren Becher und füllen mit normaler Blumenerde auf. Dadurch sitzen die Pflanzen tiefer in der Erde und können am Stängel zusätzliche Wurzeln bilden.

Zur Stabilisierung stecken wir noch einen Holz-Schaschlik-Spieß als Stütze in die Erde.

Damit wir nach den Eisheiligen (am 15. Mai ist die kalte Sophie) die Tomaten ins Freiland pflanzen können, ist es notwendig sie mehr und mehr im Freien abzuhärten.

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